Gamprin

Für die zweite liechtensteinische Woche fuhren wir ans andere Ende des Fürstentums, nach Gamprin. Da dies nicht so weit ist, lag eine Kaffeepause, eine kleiner Umweg, eine Fledermaus im Krankenbett oder eine Traktorpanne knapp drin. "Dahom" in Gamprin hatten wir vom Zeltplatz "domme" wunderbaren Ausblick in die schweizer Berglandschaft "ichi". Ja, wir fühlten uns heimisch hier, doch der besondere Dialekt hier an der östlichen Landesgrenze liess den einen oder anderen gar fremd aussehen.
Am Donnerstag kamen wir in den Genuss eines Feiertags, am Freitag gab es 300 Bratwürste und eine stimmungsvolle C'est Nous Show und am Samstag wurde die Hauptprobe, die Kindergala und ein nächtlicher Zeltabbau durchgezogen.
Nebst der Bergwelt gab es diese Woche vor allem im Zelt viel zu bestauen: Eine singende Säge, die vergangene Zirkusartisten hervorzaubern konnte, die Erfindung des Telefons, Unterwasserwelten in der Luft, unbändige Clowns, ein schwebendes Kind und tanzende Buttergipfel... Märchen soll es ja geben, aber Zirkus ist echt!

Triesen

Wir waren eine Woche zu Hause im Schöntal und haben allerlei Sachen frisch und putzig gemacht. Die Zirkuswagen wurden gewaschen, der Küchenboden auf Hochglanz poliert und unser bereits beinahe als Gewitterwolke daherziehendes Wölkli wurde frisch gestrichen und erstrahlt nun in blendend weissem Wolkenkleid.

Nun gehts auf ins Fürstenland. Nach einer langen und heissen Sonntagsfahrt haben wir das schöne Land im Rheintal, umgeben von Bergpanorama, erreicht. Hundert Primarschulkinder aus Triesen haben Zirkus erlebt, geschnuppert, gefühlt und neu erfunden. Neu erfunden hat sich auch Rüdiger 2, der unseren verschollenen Gehilfe Rüdiger 1 ersetzte und das Zelt stets in prächtiger Laune und Spannung hielt. Die Triesener Artistenkinder, Clowns, Zauberer und vieles mehr, haben eine stimmungsvolle Show geschwungen und zeigten ihren Eltern und Angehörigen, was für Zirkusstars in ihnen schlummert.
Und weil es hier so schön ist, bleiben wir noch eine Woche im Land des Fürsten.

Zürich Wollishofen

Das Wasser plätschert neben den Wagenstuben, die Sonne streift am Morgen über den See und färbt am Abend rötlich die Alpen. Und um den Zeltplatz wimmelt es von Bade- und Grilliergästen. Wir sind in Zürich Wollishofen, yeah, direkt am See, was wetsch no meh? hä!
Hundert Zürcher Ferienkinder nutzten die Möglichkeit innerhalb einer Woche Zirkusstar zu werden und übten ihre Lieblingsdisziplin aus. Geübt wurde vornehmlich auf der Badewiese, sofern man zwischen den Badetüchern Platz fand. Trapez, Tuch und Fass laufen waren heiss begehrt, aber auch die anderen Disziplinen wurden mit Spannung und Freude ausgeübt. Wir spielten zweimal unser Stück C'est Nous und liessen es mächtig krachen. Darum gibt bei C'est Nous auch ab und zu Scherben. Dies ist weiters nicht so schlimm, da wir den Besen stets griffbereit auf der Manege haben.
Man glaubt es nicht, doch zwei Nordseefischer haben auf ihrer Karton-Hannelore einen Haifisch aus dem Zürcher Seebecken gefischt, einen verzauberten Herr Direktor Haifisch. Nach einer langen Hochseeodyssee konnten sie mit mehr Glück als mit Verstand den Weg finden, den armen Hai nach Hause zu seiner glücklichen Frau Direktorin zu schicken. Ende jut, alles jut. Hä?!

Wallisellen

Azelle Bölle schelle, dChatz gaht uf... Walliselle - jawohl! Und tatsächlich war die Reise von Kloten nach Wallisellen ein Katzensprung. Wir waren früh vor Ort und das Zelt im Nu aufgestellt. Die Wallisellener Kinder hatten keine krummer Beine, wie man meinen könnte. Nein, sie zeigten ehr- und redlich lustige Clowns, echte Tiere, wahrhaftige Zauberer und waghalsige Luftnummern. Trotz den wenigen Kindern hatten wir ein sehr schöne, fröhliche und engagierte Woche. Gemeinsam mit den stolzen Eltern der frisch gebackenen Zirkusstars, zerlegten wir das Zelt wieder in die Einzelteile und versorgten es.
Eine vermeintlich bekannte Geschichte spielte sich auch noch im Zelt ab: Hanna und Greto verliefen sich im Wald, es war so finster und auch so bitterkalt. Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein, wer mag wohl der Herr von diesem Häuschen sein? Den Verlauf der Geschichte kennt ihr. Das meinten wir auch: Just als die Alte Hexe den Ofen eingeheizt hatte, bekam Hanna Lust auf Kekse. So auch die Hexe. Sie zeigte sich plötzlich als das liebe Grosi und so genossen sie gemeinsam Kuchen und Kaffee. Alles was wir sehen ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit.
Piff paff puff und du bisch duss.

Kloten

Die Vereinigung Freizeit Kloten hat zum Zirkusspiel aufgerufen. Vierzig Ferienkinder standen am Montagmorgen mit ihren Eltern bereit um alles auszuladen und aufzustellen. Dabei mussten wir achtgeben, dass nicht das einte oder andere Material im Wasser landete, die Masten in der Seilbahn hängen blieben oder der Jeep das Eingangstor kratzte. Wir befanden uns mitten in der Badi Schluefweg, zwischen Eisstadion, Beachvolleyball und Minigolf, unmittelbar neben Wasserrutsche und Seilpark. Die grösste Attraktion war natürlich unser Zirkuszelt. Die Kinder von Klein bis Gross zeigten ihr Können. Es wurde viel geübt und viel gelacht, gelacht am allermeisten in den vordersten Sitzreihen an der Show C'est Nous. Ein Käferfest der Kleinen, selten wurde so viel gegiggelt. Nebst den Kindern hatten wir diese Woche auch einige exotische Tiere bei uns in der Manege: Ein Elefant namens Bobby, Pamela, die Pandabärin, Foolio, das Faultier und Pinggi, der Pinguin. Sie sind vor langer Zeit aus dem Zirkuszoo ausgebrochen und versuchten auf eigene Faust eine Nummer zu kreieren, was beim Versuch blieb! Zum Glück konnte sie der Dompteur Wild Bryan im Dschungel auffinden. Gemeinsam haben sie die wohl schönste Tiernummer in der Pipistrellogeschichte vorgeführt.
Die Fledermaus scheint sich langsam an das Wasser gewöhnt zu haben, wenn es so weiter geht, gibt es bald Pipistrello Underwater!