Wir sind erwacht aus dem Winterschlaf....

Seit Mitte Januar herrscht im Winterquartier in Rikon wieder Hochbetrieb. Aus den Öfen qualmt der Rauch und aus der Kücht kommt ein feiner Duft. Unser Meisterkoch Thibaud hat uns zwei Wochen lang mit seinen Kochkünsten verwöhnt. Neun grosse Fledermäuse und zwei kleine Fledermäuse sind neu mit von der Partie. Zurzeit sind sie sich am einleben in ihrem neuen zu Hause auf vier Rädern. Im Proberaum wird bereits fleissig geprobt, improvisiert und musiziert. Letzte Woche wurden die grauen Bretter geschliffen und gestrichen und erstrahlen nun im neuen Glanz. Sie und auch wir sind ready für den baldigen Zeltaufbau, denn die Fledermaus wird bald wieder im Schöntal hoch oben in der Luft wehen. Nun heisst es proben, proben und nochmals proben. Denn die nächsten zwei Monate stehen ganz im Zeichen der Entstehung unserer Show, welche Ende März die Premiere feiern wird. Deshalb lautet das Motto nun: Achtung, fertig, Probezeit!

Back home...
...im Schöntal

Die Tournee ist schon eine Weile vorbei,
gearbeitet haben wir seit dann allerlei.
Das „2“ Dach erstrahlt im neuen Glanz
und im Küchenwagen wird auf dem neu geschliffenen Boden getanzt.
Das Alien und die Rubiene werden mit einer breiten Treppe bestückt
was wiederum einige Pipis beglückt.
Im Büro ist die Tourneeplanung im vollen Gange,
bis es im Januar wieder los geht, dauert es nicht mehr lange.
Fast ging die tolle Nachbesprechungswoche vergessen,
da sind wir jeden Abend noch lange zusammen gesessen.
In Frankreich gibt’s einen kleine Ort namens „Fresse“
Besprechen lag in unserem Interesse.
Die wohlige Wärme der Sauna tat uns gut,
der Sprung ins kühle Nass brauchte etwas Mut.
Abgerundet wurde das Ganze mit einem Piratenabend vom Feinsten,
dabei waren auch unsere zwei Kleinsten.
Die herrliche Aussicht kannst du auf den Fotos sehen,
nach ein paar Tage mussten wir wieder nach Hause gehen.
Seit dann sind wir im Schöntal alles am winterfest machen,
zu tun gab es vielen Sachen.
Bald geniessen wir unsere wohlverdiente Winterpause,
doch zuerst feiern wir eine grosse Abschiedssause.

In Bonstetten...
...alles ein letztes Mal geniessen.

Unsere letzte Station der diesjährigen Tournee war wie alle zwei Jahre in Bonstetten. Auf der grossen Wiese neben dem Sportzentrum Schachen schlugen wir ein letztes Mal für diese Saison unser blauweisses Zirkuszelt auf. Das Wagendorf gleich daneben und für die bevorstehende Derniere bereits mit farbigen Fähnchen dekoriert. In der letzten Animationswoche machten 102 Kinder mit, welche mit viel Begeisterung und Motivation bei der Sache waren. Ein letztes Mal machten auch unsere zwei Zirkuskinder Robin und Matilda mit. Denn die zwei kleinen Pipistrelli und neun grosse Pipistrelli werden uns auf Ende Saison verlassen. Deshalb machten sie traditionsgemäss alle zusammen das Wochentheater. In einer Zirkusfassung des Märchen Schneewittchen alias Schneefritzchen brachten sie die bleibenden Pipistrelli wie auch die teilnehmenden Kinder zum Lachen. Es kam auch ein bisschen Wehmut auf, weil alles ein letztes Mal stattfand. So auch ein letztes Mal die Kindergala am Freitagabend, welche erfolgreich über die Bühne ging.
Am Samstag war es dann soweit und die Derniere stand an. Im vollen Zelt spielten wir ein letztes Mal unsere Show Kaosmos inkl. Gags, welche das Publikum und uns selbst zum Lachen brachten. Wir spielten als gäbe es kein Morgen mehr und wurden belohnt mit einer Standing Ovation. Anschliessend gab es ein rauschendes Dernierenfest, wo zu der Band Zéphyr Combo das Tanzbein geschwungen wurde und auch danach bis zu später Stunde getanzt wurde.
Nichtsdestotrotz haben wir am Sonntag nach einem stärkenden Brunch ein letztes Mal das Zelt abgebaut und am Montag wie die Wilden geputzt und das Zelt winterfest gemacht.
Am Dienstag war es dann soweit und unsere letzte Fahrt ins Schöntal stand an. Nun weilen wir im Winterquartier und die Winterarbeit laufen auch Hochtouren.

Alle Jahre wieder in Winterthur
coming home

Wie immer gastierten wir gegen Ende Tournee beim Eulachpark in Winterthur - quasi ein Heimspiel für uns. Am Ferienpassprojekt des "Vereins Winterthurer Freunde des Circolino Pipistrellos" nahmen rund 100 Kinder teil. Bei schönstem Spätsommerwetter konnten wir rund um das Zelt Animation machen. Rollende Fässer, ein magischer Zauberkasten, fliegende Bälle und schwingende Tanzbeine konnten gesichtet werden und all die angehenden, motivierten Zirkusartisten und -Innen beim Üben beobachtet werden.
Im Wochentheater waren drei Geschäftsleute auf der Suche nach einem neuen Beruf, nachdem sie ein Burnout erlitten hatten. Schlussendlich wollten sie auch Zirkusstars werden und übten fleissig für ihren grossen Auftritt am Freitag, denn sie mit Bravour meisterten.
Am Mittwoch und Freitag spielten wir unsere Show Kaosmos im vollen Zelt vor heimischen Publikum mit vielen bekannten Gesichtern.
Am Samstag stand die grosse Gala auf dem Programm, wo die grossen und kleinen Artisten und Artistinnen ihr Können zum Besten gaben.
Eine tanzende Direktion führte in einem Tanzbattle durch die Aufführung. Lustige Clowns brachten das Publikum zum Lachen und die ZauberInnen brachten es zum Staunen. Die Luftmädchen servierten ein Menü am Tuch und die Tiere aus dem Dschungel kletterten am Ring hoch. Dies nur ein paar von vielen Highlights aus der gelungenen Aufführung.
Gross und Klein half anschliessend fleissig beim Zeltabbau mit und wir sagen Merci für eine wunderbare Woche in Winterthur. Wir kommen gerne wieder!

Seuzach...
...zum Zweiten

Es war schön gegen Ende der Tournee wieder an den gleichen Ort und denselben Platz zurück zu kehren. Und zwar verbrachten wir unsere drittletzte Tourneewoche in Seuzach. Fleissige BlogleserInnen wissen vielleicht, dass wir bereits im Juni in Seuzach beim Schulhaus Rietacker gastieren durften. Damals haben wir die Zirkuswoche mit dem Schulhaus Birch durchgeführt, dieses Mal war das Beatusheim Seuzach der Gastgeber.
Durch die Woche führte Jakob mit seiner Oma, welche ihm die Geschichte von Ronja Räubertochter erzählte. Im Wochentheater ging es wild zu und her mit Ronja und Birk auf der Mattisburg.
Rund 30 Zirkusartisten und -artistinnen probten die ganze Woche im Zelt und in der Turnhalle. Lustige Clowns, fasslaufende Buschauffeure, die Küstlerdirektion auf der Suche nach dem Papageno, eine glitzernde Zirkusband sowie wilde Tiere gaben an der samstäglichen Gala ihr Können zum Besten. Dank vielen Helferinnen und Helfer wurde das Zelt rasch abgebaut und eine weitere gelungene Zirkuswoche ging erfolgreich über die Bühne. Am Montag hatten wir eine ultrakurze Fahrt nach Winterthur, wo wir wie jedes Jahr im Eulachpark gastierten. Was wir da alles so für Zirkusabenteuer erlebt haben, gibt es bald hier zu lesen.