Winterthur
Circus is coming home!

In Winterthur durften wir wie jedes Jahr auf dem grosszügigen Areal des Eulachparks unsere Mobilien aufstellen. Dort wurden wir nicht nur vom Wetter verwöhnt, sondern durften mit kreativen und energiegeladenen Kids herrlich verspielte Nummern ausarbeiten. Unsere beiden Shows trugen wir beide Male vor vollem Zelt vor und empfanden es als grosses Privileg vielen treuen Fans und Freunden unser Programm zu präsentieren. Ein grosses Dankeschön gebührt dem "Verein der Winterthurer Freunde des Circolino Pipistrello", welcher diese Woche ermöglichte. Als wir am Montag mit unserem Tross in Richtung Affoltern aufbrachen waren wir dann nicht überraschend doch ziemlich wehmütig - Winti we love you!

Mit Flausen in Hausen

In Hausen erfuhren die Kinder die Geschichte eines bis zur Schmerzgrenze eingebildeten Kaisers und seiner zwar emsigen aber nur oberflächlich loyalen Sekretärin Annemarie. Das einzige was den Kaiser interessierte waren teure Kleider und deren Präsentation vor Publikum. Natürlich kostete das viel Geld, wofür Annemarie beim Pöbel unmengen Steuern eintreiben musste. In seiner naiven Eitelkeit liess der Kaiser sich auf zwei charmante Hochstabler ein, welche ihm versprachen das edelste Kleid aus einem Stoff zu schneidern, welcher für unedle oder hoffnungslos doofe Menschen unsichtbar sei. Als der Kaiser schliesslich am Ball auf Schloss Habsburg sein neues Kleid präsentierte traute sich niemand einzugestehen, dass der Kaiser nackt daherkam, aus Angst als unedel oder dumm zu gelten. Schlussendlich aber schrie ein Kind " der ist ja füdliblut" woraufhin alle Anwesenden schallendes Gelächter ausbrachen.

Bützberg
Zirkuszwerg in Bützberg

Die letzte Septemberwoche ging zumindest geografisch sportlich weiter, so schlugen die Pipistrelli ihr Zirkuszelt auf der weitläufigen Fussballanlage des FC Bützberg auf. Glücklichwerweise zeigte sich auch der Herbst nicht nur wettermässig von seiner schönsten Seite, sondern trug auch mit seinen Früchte, oder besser gesagt mit seinen Pilzen zu einer kulinarischen Bereicherung der Woche bei: Was gibt es zum Beispiel leckereres als eine frische Maronenröhrlingsauce?!

Im Wochentheater ereignete sich derweil Dramatisches: Weil die Zirkusband davonlief musste der Zirkusmechaniker Dänu eine neue organisieren und fand das erste Mitglied schnell im Elefantenstallknecht Minou, welcher die Schnauze voll hatte vom Dung Schaufeln. Auf ihrer gemeisamen Suche nach neuen Bandmitgliedern lasen die zwei allerlei sonderbare Gestalten auf, mit welchen sie am Schluss der Woche einen kakophonen Erstauftritt auf die Manege schmissen. Das Direktorenpärchen aus der Zirkusdynastie Los Lobos war von der neuen Band aber sehr angetan und dementsprechend gut gelaunt am Ende der Woche.

Solothurn
Bonheur à Soleure

Die Woche begann am Montagmorgen mit gar garstigem, nasskaltem Herbstwetter - zum Glück vertrieb die Sonne die Wolken schon bald und mit ihnen auch die etwas unterkühlte Stimmung bei den Fledermäusen. Doch nicht nur das phantastische Herbstwetter sorgte für eine rundum schöne Woche, sondern auch die Bewohner des Discherheims und ihre Betreur/innen trugen dazu bei, dass die Pipis sich am Jurasüdfuss pudelwohl fühlten. Für einmal nicht im Zelt, sondern im Mehrzwecksaal des Discherheims durfte man das Wochentheater miterleben, in welchem ein Rabbi kläglich daran scheiterte seinem Sohnemannn die so genannt vernünftige Berufswelt schmackhaft zu machen. Stattdessen durfte am Schluss das Söhnchen seinen Traum als Zirkusartist ausleben und das Publikum erfuhr nebenbei, dass der Papa selbst einmal "eine wunderbare Clown" war, aber wegen eines durch eine Artistin gebrochenen Herzens nichts mehr mit dem Zirkus an der Kippa haben wollte. Das sportlichliche Highlight dieser Woche (und der ganzen Saison überhaupt) war der alljährliche Fussballmatch zwischen den beiden grössten schweizer Mitspielzirkussen Wunderplunder und Pipistrello. Die Wuplus starteten zwar furios mit einer Wahnsinns-Choreo, konnten aber die Energie nicht auf den Fussballplatz mitnehmen und bissen sich an den technisch versierten und vor allem taktisch überaus gewieften Trans-Fledermäusen die Zähne aus. Schlussendlich kamen die Berner mit der 5:2 Niederlage gar noch glimpflich davon - gut und gerne hätte das Resultat noch viel deutlicher ausfallen können.

Schüpfheim
Zirzensische Vielfalt in der UNESCO Biosphäre

Die Fledermäuse durften letzte Woche mitten in der UNESCO Biosphäre ihr Zelt aufschlagen, beim Heilpädagogischen Zentrum Sunnebüel. Schon beim Zeltaufbau eilten ganz viele Bewohner/innen und Betreuer/innen herbei und halfen tatkräftig mit. Beim Abbau waren gar derart viele motivierte Helfer dabei, dass wahrscheinlich ein all time Abbaugeschwindigkeitsrekord aufgestellt wurde. Dazwischen aber erstellten die Pipistrelli mit den Bewohnern des HPZ Schüpfheim zauberhafte und knackige Nummern aus der ganzen zirzensichen Palette. Durch die Woche führte ein kauziger aber grundsympatischer Direktor, dessen trotteliger Gehilfe sich mithilfe eines Zaubertrickes verdoppelte und so das Herz der zauberhaften Tochter des Direktors erobern konnte.