Bonstetten

Die letzte der 22 Tourneewochen gastierten wir in Bonstetten. Der Familienclub Wettswil-Bonstetten lädt alle zwei Jahre zum Zirkusfest ein. Der silberne Direktor Mister Silverstar führte, mit Hilfe seiner Mutti, die Kinder durch die Zirkuswoche. Gleich dreissig Kinder wünschten die Zirkusdisziplin Akrobatik. Da unser Zelt für eine 30-Kinder-Pyramide zu klein würde, gab es dafür drei Akrobatikgruppen. Akrobatisch inspirierte Malkunst übten der quirrlige Künstler Jean Baptiste und sein clownesker Assistent Hans-Heiri aus. Aus Sicht der Kinder war wohl eher eine Menge Blödsinn auf der Manege zu sehen. Viel Inspiration war denn auch von unseren wahren Künstlern, den Zirkusartisten/innen, gefordert. Assistiert wurden sie von den Pipistrelli, von welchen viele zum letzten mal ein Zirkusgruppe animierten. Zum Schluss der Gala wurden sie in zirzensischer Würde auf einer Ehrenrunde kutschierend gefeiert. Weiter gefeiert wurde am Samstag, die allerletzte Darbietung unserer Show C'est Nous fand statt. Noch einmal sind die gespässigen Charakteren in uns empor gestiegen und aufgewirbelt, um nachher für immer in uns zu verschlummern. Hie und da wird vielleicht (oder gar höchstwahrscheinlich) die eine oder andere Figur in uns für kurze Momente weiterhin aufblitzen.
Das war es von der Tournee, das war C'est Nous!

Winterthur

Die Winterthurer Freunde sind uns treu. Das fünfte mal in Folge sind wir Gast im Eulachpark, freuen uns auf das Wiedersehen und geniessen die grosse Fankulisse. Fast ein Heimspiel für unsere C'est Nous Show, die wir gleich zweimal spielten. Die grösste Show gehörte jedoch den Kinder, welche bald besser wissen wie man unser Zelt auf- und abbaut und überhaupt wie man Zirkus macht. Kinder von klein bis gross übten lustvoll an witzigen und fantasiereichen Nummern. Zur Hauptprobe noch etwas nervös, liessen sich die Artisten/innen am Samstag von der positiven Stimmung anstecken und zauberten ihre Nummern gekonnt auf die Manege. Im Programm gab es dieses Jahr neu den Luft-Ring sowie ein Schattentheater. Letztere Gruppe spielte Schule im Zirkus. Wahrscheinlich spielen sie nach den Ferien Zirkus in der Schule.
Zufälligerweise stellten wir das Zelt genau auf den Wiesenfleck, wo ein Zwerge und ein Riese wohnten, sowie ein riesengrosser Fliegenpilz wuchs. Der Fliegenpilz stellte sich zu Verfügung die Zirkuswoche zu moderieren, Zwerg und Riese zankten und beneideten sich, wurden auf der gemeinsamen Fährte zum erhofften Glück allmählich zu besten Freuden und merkten erst am Schluss, dass sie sich prima ergänzen und sich gegenseitig auszuhelfen wissen.
Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Die Winterthurer Freunde bleiben uns treu. Es konnte ein neues Organisationsteam gefunden werden. An dieser Stelle danken wir für und freuen uns auf nächstes Jahr.

Fehraltdorf

Zirkusfieber in Fehraltdorf: Kleine und grosse Teilnehmer/innen aus der Stiftung Ilgenhalde und deren Betreuer/innen unternahmen zusammen mit 24 Primalschulkindern ein integrative Zirkuswoche. Die Primarschüler/innen zeigten keine Berührungsängste. Die dadurch entstandene schöne Zusammenarbeit von Jugendlichen mit und ohne Behinderung führte zu kunterbunten Nummern wie Rollstuhldisco, blinden Jongleuren, Pyramiden- und Schaukelakrobaten und wie der Professor von den Zauberer verschwunden gelassen wurde.
Eine Regenbogenrakete landete bei uns im Zirkuszelt, mit ihr die Clownin Hanni und ihre herzigen zwei Büsis. Wir sahen, wie sie jeden Tag auf fremde Planeten schossen und dort neue Abenteuer erlebten.
Abgehoben ist das Zelt auch am Freitag Abend, zur Gala tobte und krachte es im vollen Zelt und zu den Artisten/innen wurde kräftig applaudiert. Noch am selben Abend brachen wir das Zelt ab, was dank den viiiiiiielen Helfern in Reih und Glied sehr zügig voran ging.

Oberwil

Die Fledermäuse hatten sich eine Woche Ferien gegönnt und sind danach den weiten Weg nach Basel geflogen. Die Primarschule Wehrlin hatte alle Hebel in die Gänge gesetzt uns nach Oberwil zu holen. Hundertfünfzig zirkusbegeisterte Kids haben eine geniale Zirkuswoche erlebt. Es wurde fleissig geübt, geschauspielert und geturnt, sowie für die Ateliers gebaken, gefilmt, fotografiert und interviewt. Wir sahen, wie der grosse Zaubermeister Houdeldini und seine brilliante Assistentin Sabrina ihre Tricks zunächst regelrecht versiebten. Herr Wunder und Frau Plunder glaubten weiterhin an sie und schickten sie zu Lino Rello, dem Direktor des grossen Circo Pipist. Dort wurden sie freudevoll empfangen und just in das Programm aufgenommen. So ein meisterhafter Zauberer hatte Lino Rello noch nie gesehen. Noch nie gesehen hatte er auch solch eine riesen Zirkusfete, welche zum Wochenhöhepunkt stieg. Ein wahrhaftes Fest mit Gesang, Speis und Trank, hochstehenden Nummern in der Manege und vielen kreativen Bazarständen. Eine Woche voller Freude, Groove und Zirkusstimmung. Ruf: Circo - Lino, Pipist - Rello!

Oberbüren
Asylzentrum Thurhof

Das erste Mal machte der Circolino Pipistrello Halt in einem Asylzentrum. Rund 100 unbegleitete minderjährigen Asylsuchende durften eine Woche alles rund um den Zirkus erleben. Damit die aussergewöhnliche Projektwoche stattfinden konnte, wurden via wemakeit.com über 5000 Franken Spenden gesammelt. Viele der Jugendlichen verstanden kein bis wenig Deutsch und wussten auch nicht, was genau auf sie zukommen würde. Beim Zeltaufbau waren sie etwas zurückhaltend, von Tag zu Tag haben sie jedoch das Zirkusleben schätzen gelernt. Es wurde sogar in der Freizeit geübt. Sie haben bei unserer Show C'est Nous mächtig eingeheizt, am Samtag eine powervolle Show in vollem Zelt gezeigt und Vollgas gegeben beim Zeltabbau. Für alle ein unvergessliches Zirkuserlebnis. Wir danken allen Beteiligten, Spendern, Zuschauern, Unterstützern und dem ganzen Thurhofteam.